Die "Krözaue Oper"
(von der Gründung bis heute)

An den Weihnachtstagen 1964 trafen sich Hans Gottschalk und Frau Anneliese zu einem Familienbesuch bei Jakob Falter und Frau Magdalene. Bei solchen Besuchen unterhielt man sich unter anderem auch immer über den „Ahle Schlupp“. Beiden lagen schon immer humoristische Darstellungen in Form von Gesang am Herzen. So wurde an diesem Abend beschlossen, ein „lustiges Singspiel“ aufzuführen. An den nachfolgenden Abenden wurde eine Handlung aus "Des Sängers Fluch" entlehnt, diese in passende, gängige Melodien gezwängt, einige Arien dazu parodiert, und fertig war die 1. "Oper".

Als Chorleiter wurde der damalige Organist von St. Heribert, Kantor Hermann-Josef Broich, verpflichtet. Herr Broich leitete diesen Männerchor, welcher sich immer nur für die Sitzungen der K.G. Ahle Schlupp neu gründete, 3 Jahre. Da Herr Broich 1968 verzog, musste ein neuer Chorleiter gesucht werden. Herr Josef Fouß, ehemaliger Leiter der Kreissparkassen-Zweigstelle Kreuzau, übernahm die Einstudierung für ein Jahr.

Das Glück war der "Oper", so wurde diese Gruppe fortan kurzweg genannt, hold. Kurt Kappes, neuer Organist an St. Heribert, übernahm nach anfänglichem Zögern die Leitung. Er erwies sich als glänzender Musiker und Mann mit Witz und guten Ideen. Der Chor sang 18 Jahre unter seiner Leitung, gedieh und wurde fester Bestandteil des Kreuzauer Karnevals.

Als Kurt Kappes sein Amt abgab, war wiederum guter Rat teuer. Wo einen neuen Dirigenten hernehmen? Sehr hilfreich erwies sich die gute Verbindung zum Kreischorleiter Hermann-Josef Lövenich, der sofort Rat wusste. Er vermittelte den 18-jährigen Musikstudenten Christian Werres, der von 1988 bis zum Jahr 2000 mit Energie und Können den Stab über die närrischen Sänger schwang. Nachdem Christian Werres aus beruflichen Gründen die musikalische Leitung abgab, konnte 2001 Natalia Schmidt gewonnen werden, die erfolgreich die Arbeit ihrer Vorgänger fortsetzte. Bei der Probenarbeit und den mehrstimmigen Sätzen blieb Kurt Kappes weiterhin dem Opernchor treu. So konnte im Jahre 2004 die 40. „Oper“ mit dem Titel „Kreuzau sucht den Superstar“ aufgeführt werden. Dies hätten sich die Gründer aus dem Jahre 1965 wahrscheinlich auch nicht träumen lassen.

Da Natalia Schmidt aus beruflichen Gründen die Leitung wieder abgeben musste, braucht der Opernchor für das Jubiläumsjahr wieder einen neuen „Chorleiter“; erfreulicherweise konnte mit Stefan Wiesen ein junger Mann für die Chorleitung gefunden werden. So steht für die nächsten Jahre weiteren fröhlichen Proben und gelungenen Aufführungen nichts mehr im Wege.

Die Parodien der „Oper“ hatten zum Teil "hohe" Politik, zum Teil Dorfpolitik zum Inhalt. Welt- und Dorfgeschehnisse wurden häufig zurückversetzt in vergangene Zeiten. Es entstanden dann solche Titel wie "Aida en Krözau" oder "Odysseus en Krözau". Die Texte wurden und werden in der Regel von einem "Komitee" erstellt, bis 2001 immer unter der Leitung des "Bosses" Hans Gottschalk. Die Betreuung des „Opernchors“ ging dann nahtlos von Hans Gottschalk in die Hände unseres Vizepräsidenten Willi Wink über, unter dessen Leitung auch weiterhin aktuelle Themen in mehrstimmigem Gesang auf der Bühne persifliert werden.



Die Oper zeigt, dass man die sogenannte "ernste" Musik gemischt mit Popmusik und Volksliedern in vierstimmigem Männerchorgesang dem karnevalistischen Publikum nahe bringen und ihm damit großes Vergnügen bereiten kann.

Die Kreuzauer "Oper" des Ahle Schlupp ist zu einem besonderen Markenzeichen unserer Karnevalssitzungen geworden und der Verein hofft, dass sie es noch lange bleiben möge.