„Eazebär“ für’s Karnevalsmuseum.

June 22

KG „Ahle Schlupp“ Kreuzau stiftet Figur des „Eazebär“ dem Karnevalsmuseum.

„Wo bekomme ich eine Figur des „Eazebär“ her?, so lautete vor einen halben Jahr die Frage des Regionalverbandspräsidenten, Heribert Kaptain, in einem lockeren Gespräch mit dem Kreuzauer Karnevalisten Manni Schall. Diese Frage war dann für die Wagenbauer der Gesellschaft „Ahle Schlupp“ eine schöne Herausforderung. Richard Grassmann und Detti Leisten nutzten die Zeit zwischen zwei Sessionen um die Figur des „Eazebär“ zu planen und zu gestalten.

Der Vorstand des „Ahle Schlupp“ fand die Initiative ihrer Mitglieder sehr gut und entschloss sich spontan die angefallenen Kosten zu übernehmen und den „Eazebär“ im Rahmen der Brauchtumspflege dem Karnevalsmuseum zu stiften. Mit großer Freude übergab Schluppe Präsident Peter Kaptain heute die Figur seinem Bruder Heribert für das Museum des RVD.

Das Wort „Eazebär“ setzt sich zusammen aus „Erbse“ und „Bär“. Während die Erbse
das Symbol der Fruchtbarkeit ist, also den Frühling darstellen soll, ist der Bär das Symbol für urwüchsige Kraft und ein Zeichen für die Unannehmlichkeiten des Winters.

In einigen Orten des Verbandsgebietes wird es wieder gute Sitte, dass die Geister des Winters, so wie es früher war, durch den „Eazebär“ ausgetrieben werden.
Ein Bursche des Ortes stellt den „Eazebär“ dar. Seine Gestalt ist in Stroh gehüllt. Wie ein Bär tänzelt er durch die Straßen und wird dabei von anderen Burschen festgehalten. Ist der Zug durch das Dorf dann beendet, wird das Stroh verbrannt. Damit soll angedeutet werden, dass nunmehr der Winter endgültig vertrieben ist. Es siegte somit das Gute über das Böse oder die Wärme über die Kälte, die Fruchtbarkeit über die Unfruchtbarkeit.


Übergabe der Spende „Eazebär“ durch Mitglieder der KG „Ahle Schlupp“ Kreuzau an das Karnevalsmuseum in Düren-Lendersdorf.

v.l. Manni Schall, RVD Präsident Heribert Kaptain, Detti Leisten, Schluppe Präsident Peter Kaptain, Richard Grassmann.